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Ein Bauer findet auf seinem Acker einen goldenen Mörser, den er sogleich dem König bringen will "'s ist doch sein
Land"! Seine kluge Tochter warnt ihn davor: "geh nicht zum König, sei kein Narr, er glaubt nicht, was du erzählst,
er nimmt den Mörser, wie er ist, und wird nur nach dem Stößel fragen und sagt, du seist ein Dieb, du
hättest ihn gestohlen; dann wirft er dich in seinen Turm!"
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1. Szene: Der Bauer jammert im Gefängnis "oh, hät' ich meiner Tochter nur geglaubt!" Der König hört
dies, vom Bauern erfährt er den Grund seines Lamentos und befiehlt, die kluge Tochter augenblicklich herbeizuschaffen.
Zeitkritik des 1942 uraufgeführten Werkes: "denn wer viel hat, hat auch die Macht, und wer die Macht hat, hat das
Recht, und wer das Recht hat, beugt es auch, denn über allem herrscht Gewalt."
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2. Szene: C. Orff fügt die drei Strolche ein, die den Märchenstoff der Gebrüder Grimm erweitern. Sie haben
nur 'Unsinn im Sinn', verkünden aber immer wieder im Narrengewande deutliche Zeitkritik.
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3. Szene: Der König stellt der Klugen voll Überheblichkeit die Frage, ob sie bereit sei, durch drei
Rätselfragen den Vater zu erlösen. Sie antwortet: "Nenn' mir die Rätsel, König, deine Rätsel will
ich raten." Als sie wirklich alle drei in steigender Erregung gestellte Rätsel des Königs beantwortet, nimmt der
König sie zur Frau.
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4. Szene: Ein Mann mit einem Maulesel verbündet sich mit den drei Strolchen, um mit Hilfe eines Rüpelspiels vor
dem König, einem Mann mit einer Eselin, die letzte Nacht im Stall ein Eselsfüllen zur Welt gebracht hat, dieses
abzugaunern.
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5. Szene: Alle erscheinen vor dem König, der aber durch seine neue Frau abgelenkt ist und das von den Strolchen
erwatete Fehlurteil fällt: "Bei dem dummen Vieh gelegen, dem seis zu eigen, meinetwegen!"
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6. Szene: Der Eselmann beklagt sein Geschick, da tritt die Kluge auf und rät ihm, sich auf den Marktplatz zu setzen und
zu fischen.
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7. Szene: Die Strolche feiern ihren Sieg, im Suff stellen sie fest, daß in diesem Land nun alle Tugenden verloren
gegangen sind ("Tyrannis führt das Zepter!").
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8. Szene: Auf dem Heimweg treffen die Strolche auf den fischenden Eselmann und werden Zeuge, wie auch der König fragt,
was er da mache. Der Eselmann erklärt, daß in dieser verkehrten Welt, wo Maulesel Junge bekommen, er sicher schon
irgendein Vieh erwischen wird; der König erkennt in den Worten des Tölpels den klugen Hintersinn seiner Frau.
Wutschnaubend läßt er ihn in den Turm werfen.
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9. Szene: Voller Wut herrscht er auch seine Frau an. Er verstößt sie und gestattet ihr, das in der Truhe
mitzunehmen, woran ihr Herz am meisten hängt. Sie bereitet ihm ganz überlegen und ruhig das Mahl, mischt ihm
jedoch heimlich Schlafmohn in den Wein, dann singt sie ihm ein Schlummerlied.
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10. Szene: Die Strolche reflektieren das Geschehen auf ihre Art.
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11. Szene: Der Kerkermeister läßt den Eselmann frei, das Füllen und einen Batzen Geld erhält er noch
dazu.
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12. Szene: Der König erwacht in seiner Truhe und erkennt, daß die Kluge ihn wieder besiegt hat.
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